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VERBORGENE GESCHICHTEN AUS BADEN-WÜRTTEMBERG [5] - "Zulfiya"

Sie glauben an das Leben. Ein Forschungsprojekt Logopädie.


Schreckliches kommt immer unerwartet. Eine Mutter unter vielen.
Jeder, der Ungerechtigkeiten des Schicksals einmal erlitten hat, weiß, er muss sie annehmen, um sie zu überleben. Unbeliebtheit, Einsamkeit, Mittellosigkeit, ja sogar den Tod kann man überwinden, solange man gesund bleibt. Physisch, psychisch und geistig.

Bericht:
Aigul Usmanova, Baschkortostan, Russland

Gesundheit ist ein Synonym des Lebens. Sie ist das Kostbarste, was ein Mensch besitzt. Keiner darf sie uns nehmen. Keine Gesundheit, kein Leben! Was geschieht, wenn mein Kind sein Leben in aller Vielfalt nicht führen kann? Was geschieht, wenn Dein Kind nicht gesund ist? - Alle anderen Probleme erscheinen dann nichtig! Unabhängig von der politischen und wirtschaftlichen Situation, unabhängig von Glauben und Nationalität, leiden insbesondere behinderte Kinder auf der ganzen Welt gleich.

Mütter

Vor sieben Jahren kommt auch für eine Mutter in Russland "Das Schreckliche" plötzlich und unerwartet. Sie lebt in der Republik Baschkortostan.

Hier ist ihre Geschichte: "ZULFIYA, ein innerer Monolog". Es ist die Geschichte einer Mutter unter vielen, eine Begegnungsgeschichte. Es ist die Geschichte ihres an Geist und Seele gesunden Kindes, ihres Kindes mit körperlichen Behinderungen. Es ist die Geschichte eines Forschungsprojektes und die Geschichte von vielen behinderten Kindern. Alle glauben sie an das Leben.

In "ZULFIYA, ein innerer Monolog" werden die Gedanken der Frau laut, die nach mehreren Operationen ihres Kindes in Deutschland den Impuls zum "Forschungsprojekt Logopädie" gab.
Das Besondere an dieser Geschichte ist, Zulfiya verbindet als eine Mutter unter vielen Müttern Menschen aus der russischen Republik Baschkortostan und aus Baden-Württemberg.

Berufliche Kompetenz im europäischen Kontext. Das UNESCO-Komitee in Ufa unterstützt den Impuls.

ZULFIYA, ein innerer Monolog
"Rückschau"


Mein Baby soll nicht gesund sein? – Nein!! – Ich kann diese Wahrheit nicht annehmen! – Die Ärzte sagen mir, sein Leben sei von Geburt an in Gefahr! Es droht zu ersticken. Es hört mich nur, wenn ich meinen Mund an sein Ohr lege. Für mein Kind ist es eine zärtliche Berührung. Liebe. Und für mich? Ich muss die Wahrheit annehmen, damit Ilyas überlebt. Wie? Er beginnt zu sprechen. Ich verstehe ihn. Von seiner Umgebung wird er nicht verstanden werden! Mein Entsetzen ist nicht zu beschreiben. Seitdem ich die Wahrheiten begreife, drehen sich meine Gedanken im Kreis. Warum gerade mein Kind und kein anderes? "Keine Gesundheit kein Leben" "Nie wird es ein Leben in Vielfalt führen können."

Ich muss kämpfen! Nicht denken – kämpfen! – Um sein physisches Leben. Um sein psychisches Leben.
Kämpfen – Ich muss alles Erlernte in den Hintergrund stellen. – Ich muss neue, noch nie gegangene Wege finden. Bisher waren meine Verhaltensmuster sicher und stabil. Plötzlich verliere ich den Boden unter meinen Füssen. Was geschieht mit mir? – Mit uns? – Ich bin hilflos! – Wo ist mein vertrautes Selbstwertgefühl? – Wo ist meine Lebenszufriedenheit? – Nur, wenn ich einen Weg für mein Kind finde, werden wir unser Glück finden! – Wo gibt es einen neuen Weg? – Ich bin allein verantwortlich: Ich muss mich entscheiden. Ich beginne in Russland. Am Anfang steht der medizinische Weg. Ich muss ihn gehen. Es wird alles getan, was möglich ist. Doch mein Kind leidet weiter. Wir haben keinen Erfolg. Es ist unerträglich. – Sechs lange Jahre! Und immer mein Beruf! Er fordert mich. Extrovertiert. Meine Sorgen wenden mich nach innen. Unausgesetzt "Metamorphosen"! Jeder Organismus reagiert auf Vorgänge, die von außen auf ihn zukommen. 2008 wende ich mich zum zweiten Mal nach außen: Über eine Studentengruppe. Sie sind im Gedenken an den Absturz des Flugzeuges mit 49 russischen Kindern im Jahr 2002 am Bodensee in Deutschland. Ich gebe ihnen meine Unterlagen mit. Es ist ein Versuch. Ich öffne mich den Fremden, den Deutschen. Ich wage es hinauszurufen. Ich rufe um Hilfe und ich werde gehört!

In Deutschland finde ich Hilfe!


Zulfiya erinnert sich. In Deutschland finde ich Hilfe!

Eine Kette von Zufällen. Es ist vorbei, dieses "nachts keinen Schlaf" und "tags der Beruf mit all seinen großen Herausforderungen". Dazwischen die Sorgen. Endlich bin ich in Deutschland. - Mein Kind bekommt die neu entwickelte Tübinger Gaumenplatte eingesetzt! Das ist unser Weg! – Wir drehen uns vor Glück! Wir fliegen nach Hause.


Lesen Sie die Geschichte meines Sohnes in der Net-Filmserie VERBORGENE GESCHICHTEN AUS BADEN-WÜRTTEMBERG Folge [1] "Ilyas".

Text: Prof. G. Sobek-Beutter

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 VERBORGENE GESCHICHTEN AUS BADEN-WÜRTTEMBERG [1] "Ilyas"



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